Kamtschatka
Die russische Halbinsel Kamtschatka gehört zu den letzten unberührten Naturparadiesen der Erde. Viele Jahre vollständig abgeschirmt, öffnet sie sich jetzt vorsichtig dem naturnahen Tourismus.
Kamtschatka liegt im äußeren Osten Sibiriens am Pazifik und hat eine Ausdehnung von 370.000km². Die faszinierenden, wilden Landschaften werden von aktiven – bis zu 4800 m hohen – Vulkanen, Geysiren und Thermalquellen bestimmt. Moore und uralte Wälder wechseln sich mit tiefen Talabschnitten und einem atemberaubenden Küstenstreifen ab.
Die Hauptstadt Petropavlovks -Kamtschatski liegt – wie nahezu alle Siedlungen – an der Ostküste. Mehr als die Hälfte der rund 360.000 Einwohner der Halbinsel lebt in der Hauptstadt. Die Flughäfen von Petropavlovks und Jelisovo werden von Russland aus angeflogen (von Moskau oder St. Petersburg).
Das Klima der Halbinsel ist rau und wird von langen schneereichen Wintermonaten (Oktober-Mai) bestimmt. Die Temperaturen fallen bis ca. -35°C. Die beste Reisezeit für Kamtschatka ist der kurze Sommer von Juli- September. Die Temperaturen erreichen in heißen Sommern maximal +30°C.
Kamtschatka ist ein Paradies für Bergsteiger, Extremsportler und Wanderer. Eine artenreiche Tier- und Pflanzenwelt begeistert Naturbeobachter aus aller Welt.
Die unwegsame Natur ist für Urlauber, die sich independent bewegen eine sehr große Herausforderung und gefährlich. Spezielle Reiseveranstalter bieten Urlaubsreisen nach Kamtschatka an, organisieren ortskundige Führer und mehrtätige Touren. Helikopter oder Jeeps bringen die Touristen in die abgelegenen Regionen der Halbinsel.
Der Ausgangspunkt aller Routen ist in der Regel Petropawlowsk. Dort entstand eine gute touristische Infrastruktur mit Hotels, Geschäften und Restaurants. Sehenswert sind das Naturkundemuseum und die atemberaubende Umgebung der Stadt. Es werden Bootstouren zu den Inseln in der Awatscha-Bucht angeboten.
Zu den besonders interessanten Zielen gehören der Kurilener See, die Malkinsker Thermalquellen und der Kamtschatka-Fluss.
Das atemberaubende Tal der Geysire ist Teil des UNESCO-Weltkulturerbes. Es wurde durch einen Erdrutsch teilweise verschüttet und ist nur per Helikopter erreichbar. Eine mehrtägige Tour in den Bystrinski-Naturparkführt zu den „Herren der Rentiere“, den Korjaken.